Yamaha XT 600 E

Bei der Yamaha XT 600 E handelt es sich um eine zuverlässige und beliebte Alltags-Enduro, die sowohl auf den Straßen als auch Offroad eine gute Figur macht. Das Motorrad ist weit verbreitet und wird aktuell sehr günstig gehandelt.

Was bietet die Yamaha XT 600 E

Diese Reiseenduro richtet sich vor allem an eine Zielgruppe, die ein anspruchsloses, zuverlässiges und robustes Motorrad sucht. Das Bike ist dabei perfekt, um beispielsweise in der Stadt seiner täglichen Arbeit nachzugehen, und einfach am Wochenende im Gelände die Vielseitigkeit zu erleben. So kann man von den Landstraßen auf die nächste Schotterpiste ausweichen, um einfach mal die Steine fliegen zu lassen und die große Flexibilität von diesem Motorrad zu genießen. Besonders wichtig hierbei sind natürlich zuerst einmal die technischen Daten, welche von diesem Motorrad erwartet werden dürfen. Hierbei relevant sind:

Technische Daten
Hubraum595 ccm
Leistung44 PS
Zylinder1
Höchstgeschwindigkeit146 km/h
Beschleunigung5,8 s (0-100 km/h)
Gewicht155 kg
Sitzhöhe855 mm

Wichtig zu wissen ist, dass es sich hierbei nur um allgemeine technische Daten handelt, denn je nach Baujahr von der Yamaha XT 600 E können sich die einzelnen Angaben etwas unterscheiden. Beispielsweise haben die Modelle nach 1996 maximal 40 PS. Genauso kann auch noch die Größe vom Tank benannt werden, wobei vor 1995 nur 13 Liter in den Tank passten, die Füllmenge wurde dann später auf 15 Liter erweitert. Es gibt aber auch noch andere Unterschiede je nach Baujahr.

Die Geschichte der Yamaha XT 600 E

In der Regel ist es so, dass man um die meisten Neuerscheinungen im Bereich der Motorräder ein großes Geheimnis macht, um nicht zu verraten, welches Modell denn gerade entwickelt wird und was dieses bieten soll. Bei der Yamaha XT 600 E war es hingegen ganz anders. Schon 1976 war den meisten klar, dass der Vorgänger XT 500, schnellstmöglich einen guten Nachfolger benötigte. Hierfür war zwar die XT 550 angedacht, diese konnte die Nachfolgerrolle zwischen 1981 und 1983 aber bei Weitem nicht ausfüllen.

Der Grund für den geringen Erfolg der Yamaha XT 550 war, dass die meisten Modelle der Konkurrenz schon einen Hubraumstandard von 600 cm³ boten. Außerdem ist noch zu benennen, dass die neue Baureihe nicht den Trend für den Crossing Hochbau folgte, wie Konkurrenzmodelle. Tatsächlich wurden recht bald nach dem minderen Erfolg der XT 550 die Yamaha XT 600 Ténéré sowie die TT 600 entwickelt und gebaut. Hierbei handelte es sich jedoch eher um Motorräder für die Rennstrecke bzw. für Profis. Schnell wurde klar, dass jetzt noch eine Modellreihe für die ganz normalen Kunden fehlte. Aufgrund von fehlendem Budget dauerte die Entwicklung von der Yamaha XT 600 E aber bis 1984, als die erste XT 600 das Licht der Welt erblickte.

Die wichtigsten Änderungen der Yamaha XT 600 E

In vielen Punkten war die XT 600 sehr vergleichbar mit dem Vorgängermodell. So bot diese beispielsweise vier Ventile wie bei der 550er-Reihe und konnte somit mit einem sehr kräftigen Motor überzeugen. Das Fahrwerk mit Alu-Schwinge, einem guten Umlenksystem zum hinteren Mono-Federbein und einer passenden 43er-Showa-Gabel war fast 1 zu 1 von der Ténéré übernommen worden. Dafür musste aber der 30 l große Tank, von diesem Modell, auf einen kleineren 11,5-Liter-Tank reduziert werden. Mit einer sparsamen Fahrweise kann man somit aber immer noch knapp 200 km weit fahren. Eine besonders große Änderung, die vielen Besitzern und Fahrern über längere Strecken im Gedächtnis geblieben ist, ist die schmal zulaufende Bank. Diese wurde vor allem auf längeren Strecken im Gelände schnell unbequem.

Ebenso noch bei den wichtigsten Änderungen zu benennen, waren die Scheibenbremsen, welche auf jeden Fall für einen kürzeren Bremsweg und mehr Sicherheit im Straßenverkehr sorgten, als die Trommelbremsen der Vorgänger. Ebenso überarbeitet wurden die Federelemente, die mit jedem Untergrund und jeder Art von Straße ohne Probleme klar kamen. Die weiche Federung führte aber auch dazu, dass das Vorderrad beim Bremsen eintauchte, woran man sich als Fahrer oder Fahrerin erst gewöhnen muss.

Die verschiedenen Zielgruppen und Szenen über die Jahre

In der ersten und zweiten Auflage, welche von 1984 bis 1990 reichte, gilt die Yamaha XT 600 als ein Prototyp für jede kernige Reiseenduro. Beliebt war diese bei jeden, der einfach mal einen Allrounder für die Straßen und das Gelände suchte.

1987 wurde dann die 2 KF auf den Markt gebracht, welche ein verbessertes Triebwerk, längere schwingen, Scheibenbremsen für das Hinterrad, und einen 13-Liter-Tank spendiert bekam. Beliebt war dieses Modell vor allem bei Personen, die noch mehr Komfort, Leistung und Reichweite suchten.

Wirklich sehr beliebt war aber dann 1990 die Yamaha XT 600 E. Diese bot einen verkürzten Federweg als auch einen E-Starter, was für das entsprechende „E“ in der neuen Modellbezeichnung sorgte. Interessant zu wissen hierbei ist, dass dieser Allrounder, auch bei Frauen sehr beliebt war, und natürlich bis heute immer noch oft verkauft wird.

Yamaha XT 600 Z Tenere
Yamaha XT 600 Z Tenere (Bildquelle)

Gebrauchtkaufberatung für die Yamaha XT 600 E

Sollte man sich die Enduro gebraucht kaufen wollen, um auf diese Weise Geld zu sparen, kann man heutzutage sehr viele Angebote erwarten. Jedoch fallen die Offerten für den gebrauchten Kauf nicht immer gut aus. Somit ist es sehr wichtig zu wissen, auf was man achten sollte, um wirklich das beste Angebot zu erhalten.

Zuerst sollte man einmal grob wissen, auf was zu achten ist, um beim Gebrauchtkauf keinen Fehler zu machen. Besonders zu beachten, sind diesbezüglich die folgenden Aspekte:

– Kaufpreis
– Laufleistung
– Untermodelle
– Techniker Check
– Modellbezeichnung
– Erstmalige Zulassung
– Fällige Inspektionen
– Mögliche Vorbesitzer
– Unfallfreies Bike
– Letzte Fahrt vom Bike

Auf den ersten Blick handelt es sich hierbei um viele Punkte, die beachtet werden müssen. Diese Aspekte können jedoch meist einfach direkt bei einem Gespräch mit dem Verkäufer und einer Probefahrt geklärt werden.

Der Kaufpreis ist der wichtigste Punkt, wobei sich die Kosten nach der Laufleistung und den Zustand der Yamaha XT 600 E richten sollten. Motorräder, die entsprechend eine hohe Laufleistung aufweisen, sollten entsprechend auch günstiger angeboten werden, als vergleichsweise neuere Modelle. Bei einem technischen Check, ist es dabei ohne Probleme möglich, die gefahrenen Kilometer abzulesen und natürlich auch zu ermitteln, ob sonst das Motorrad in einem technisch guten Zustand ist.

Bei diesem Check, kann dann auch die Modellbezeichnung überprüft werden, ob es sich beispielsweise nicht um ein Untermodell wie die Yamaha XT 600 Z E K handelt. Genauso ist es bei diesem Check dann auch möglich, sich darüber zu informieren, wann die letzte Inspektion war oder auch ob das Motorrad schon einen Unfall hatte.

Genauso wichtig ist noch, sich die jeweiligen Unterlagen des Fahrzeugs zeigen zu lassen. Hier kann man dann erfahren, wann dieses zum ersten Mal zugelassen wurde, ob es mögliche Vorbesitzer gibt oder auch wann die nächste Inspektion fällig wird.

Letztlich bietet es sich dann an, eine Probefahrt zu machen, da man nur somit herausfinden kann, ob sich die Yamaha XT 600 E auf der Straße genauso verhält, wie man dies möchte bzw. erwartet hat. Wer nicht genug Ahnung von der Technik der Motorräder hat, oder Hilfe benötigt, kann sich natürlich auch an Experten wenden, die beispielsweise beim Kauf helfen können. Aber auch das Erstellen von einer eigenen Checkliste, die dann Punkt für Punkt abgehandelt wird, kann ein großer Vorteil sein.

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Fazit

Die technischen Daten von der Yamaha XT 600 E zeigen deutlich, dass es sich hierbei immer noch um eine gute Enduro handelt, die sich für den Alltag anbietet, bei der aber auch der Fahrspaß nicht zu kurz kommt. Wer dabei nicht genug Geld hat, sich das Modell neu zu kaufen, der kann auch viele gute Angebote für den Gebrauchtkauf nutzen. Somit kann man sich dieses zuverlässige Motorrad für einen guten Preis sichern.

*Titelbild von Wikipedia – Link zur Bildquelle

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